15. April 2014

Toulouse - La ville en rose


Toulouse - seit nunmehr drei Jahren studiert Sarah in dieser schönen Stadt im Süden Frankreichs. Doch erst jetzt habe ich es geschafft, sie dort zu besuchen. Fünf Tage in der dritt- oder viertgrößten Stadt des Landes (die Franzosen sind sich da wohl selbst nicht so sicher), die sich anfühlten wie ein Sommerurlaub. Pünktlich zu meiner Ankunft, stiegen die Temperaturen bis auf 26 Grad - in weiser Voraussicht (oder vielleicht auch um dem Wettergott keine andere Wahl zu lassen) hatte ich nur T-Shirts eingepackt und meine Winterjacke zu Hause gelassen. Und Toulouse zeigte sich von seiner schönsten Seite. 

Die typischen roten Zeigelsteinhäuser leuchteten in der Sonne, die Straßen waren voll mit Menschen und egal wo man sich in der Stadt befand: Überall war etwas los. Denn nicht umsonst wird die Stadt "La ville en rose" genannt. Was eigentlich die rosaroten Ziegelsteinbauten beschreibt, ist nämlich gleichzeitig eine Anspielung auf die südlich-leichte Lebensart der Bewohner - das Dolce Vita Frankreichs also. Ich muss sagen, die "Toulousaines" machen dem wirklich alle Ehre. Und obwohl ich Sarah schon immer verstehen konnte, dass es sie weg vom kalten Deutschland hin in den warmen Süden zieht, kann ich nun wirklich verstehen, warum sie hier nicht mehr weg will: Die Menschen strahlen eine Lebensfreude aus, die nur die ausstrahlen können, die im Durchschnitt 2000 Sonnenstunden im Jahr genießen dürfen. Jedes Restaurant bietet Sitzplätze im Freien an und egal, ob es ein Montagabend ist - das Angebot wir ausgenutzt, als ob das Wochenende direkt schon wieder vor der Tür steht. Da muss man schon mal eine halbe Stunde anstehen, um ein Platz in einem Straßencafé zu ergattern. Was in Deutschland in Empörung und Genervtheit münden würde, scheint hier niemanden zu interessieren. Selbst dass das Essen und die Getränke sündhaft teuer sind, spielt kaum eine Rolle. Im Gegenteil, hier wird gelebt. Denn gibt es wirklich etwas Schöneres, als mit guten Freunden bei einem Glas Rosé einen Nachmittag oder Abend an der Garonne zu verbringen? Ich glaube nicht. Und so sehen das auch die Franzosen. Obwohl die Arbeitslosigkeit hoch, das Einkommen gering und der Lebensunterhalt noch dazu sehr hoch ist, werden hier gerne einmal 14 Euro für sechs Scheibchen Brot mit Fois de gras - der berühmten Gänsestopfleber - ausgegeben, die aber wirklich unglaublich lecker schmeckt (wer in Frankreich ist und sie noch nicht probiert hat: Tut es, ihr werdet es nicht bereuen). Jeder Deutsche (und auch ich) muss, zugegeben, bei diesen Preisen erst einmal tief durchatmen. Doch schon nach den ersten Tagen empfand ich es irgendwie als befreiend. Befreiend in dem Sinne, dass man so oft Geld für Dinge ausgibt, die völlig unnötig sind und denen man schnell keine Beachtung mehr schenkt. Die tollen Abende mit Sarah aber werde ich so schnell nicht vergessen. Und bei dem Gedanken an die Fois de gras läuft mir noch immer das Wasser im Mund zusammen. 

Das hier sind die ersten Fotos meiner Reise. Obwohl noch weitere folgen, kann ich schon jetzt eins verraten: Toulouse, du und deine Bewohner, ihr habt mich wirklich verzaubert. Und ich weiß, wir werden uns definitiv wiedersehen. 


Toulouse - for the past three years Sarah has been studying in this beautiful city in the south of France. But only now I've managed to visit her there. Five days in the third- or fourth-largest city in the country (I heared the French are not so sure about this either) that felt like a summer vacation. Just in time for my arrival, the temperature rose up to 26 degrees celcius - in wise foresight (and maybe to also give the weather gods no choice) I had packed only t-shirts and left my winter jacket at home. And Toulouse was just beautiful. The typical red brick houses were shining in the sun, the streets were full of people and no matter where you were going: there was something going on everywhere. I guess the city is called " la ville en rose" for a reason. What actually describes the pink brick buildings, is also an allusion to the southern - easy lifestyle of the inhabitants - the dolce vita of France so to say. And I must say, the "Toulousaines" really live up to this. I have always understood what pulled Sarah away from cold Germany to the warm south, but now I can really understand why she doesn't want to leave: the people radiate a zest for life that only those are able to, who are allowed to enjoy 2000 hours of sunshine per year on average. Each restaurant offers seats outdoors and it doesn't matter if it's is a Monday night - the people use the offering as if the weekend is just around the corner. Oftentimes this means you have to wait in line for half an hour to get a seat in one of the small sidewalk cafés downtown. What would lead to indignation and annoyance in Germany, doesn't seem to interest anyone here. Even though the food and the drinks are outrageously expensive - no one seems to care. The opposite is the case: People actually live. I mean, is there really anything better than spending an afternoon or an evening with good friends over a glass of rosé on the waterfront of the Garonne? I think not. And this is exactly how the French feel. Although unemployment is high, income low and the livelihood is also very expensive, people are willing to pay 14 Euros for six slices of bread topped with the famous foie de gras. It does taste incredibly delicious though (note: if you are in France and havent tried it yet: Do it , you will not regret it I promise). Each German (me included) must - admittedly - take a deep breath once they they take a look at the menu. But after the first few days I felt it was somehow liberating. Liberating in the sense that we spend so much money on things that are completely unnecessary and that we forget about so fast. But the great evenings with Sarah I know I will remember for a long time.  And oh just the thought of the fois de gras is mouth watering.


These are the first photos of my trip. Although there is still more to come, I can already tell one thing: Toulouse, you and your residents, you have me really enchanted me. And I know we will definitely meet again.














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